Schon 0,5% der Sonnenstrahlen, die jedes Jahr in Deutschland auf die Erde treffen, würden theoretisch ausreichen, um die deutschen Haushalte mit ausreichend Energie zu versorgen – Grund genug also, sich in Zeiten steigender Energiekosten mit dem Thema Photovoltaik auseinanderzusetzen.
Vereinfacht gesagt, versteht man unter Photovoltaik die direkte Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische Energie mittels Solarzellen. Im Jahre 1839 entdeckte der Physiker Alexandre Edmond Becquerel erstmals den physikalischen Effekt, der der Photovoltaik zu Grunde liegt. Inzwischen sind die Solarzellen auf der ganzen Welt, in kleiner und größerer Form, zu finden – auch schon auf Ihrem Dach?
Der Vorteil der Photovoltaik liegt auf der Hand, denn bei dieser Energiegewinnung entstehen im Vergleich zu anderen Formen der Energiegewinnung keinerlei Abgase oder ähnliches. Sonnenstrahlen treffen auf Solarzellen und die Strahlungsenergie kann so in Elektrizität umgewandelt werden. Diese Energie kann nun entweder direkt oder aber zu einem späteren Zeitpunkt, indem die Energie in Akkumulatoren – also Solarmodulen – gespeichert wird, genutzt werden. Ferner kann die selbst gewonnene Energie in das Stromnetz eingespeist werden. Hierzu wird ein Wechselrichter benötigt, der den Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt. Für die Einspeisung des Stroms in das Stromnetz erhält der Betreiber der Anlage nach dem „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ eine für 20 Jahre garantierte Vergütung – nur ein Grund, weshalb die Installation einer Photovoltaikanlage so attraktiv ist.
Welche Leistung bringt eine Photovoltaikanlage?
Der Ertrag einer Solarstromanlage hängt neben der Nennleistung eines Solarmoduls auch vom Standort und der Ausrichtung der Anlage ab. Idealerweise sollte die Dachfläche nach Süden ausgerichtet sein, unter bestimmten Voraussetzungen kann aber auch eine West- oder Ostausrichtung der Dachfläche einen guten Ertrag bringen. Inzwischen sind manche Anlagen technisch bereits so stark ausgebaut, dass sich auch eine nach Norden ausgerichtete Anlage lohnen kann.
Neben der Sonneneinstrahlung und der Dachneigung und –ausrichtung bestimmt natürlich die Größe der Dachfläche (insbesondere der verschattungsfreien Dachfläche) – und damit die Größe der maximal installierbaren Solarfläche - den Ertrag. Um mit der Photovoltaikanlage eine Leistung von 1 kW erreichen zu können, werden ungefähr 10 m² Dachfläche benötigt, pro kW installierter Solarleistung kann mit einer Stromerzeugung zwischen 800 und 1.100 kWh Solarstrom im Jahr gerechnet werden.
In der Regel werden Solarstromanlagen oberhalb der Dacheindeckung auf Montagegestellen installiert (Aufdachmontage). Möglich ist aber auch eine Indachmontage, bei der die Anlage in das Dach integriert wird und damit gleichzeitig eine Schutzfunktion vor Wind und Wetter bietet. Die konsequente Fortführung der Indachmontage sind die sogenannten Solardachziegel sowie Solar-Roof-Systeme. Hierbei wird die gesamte zur Verfügung stehende Dachfläche mit Solarmodulen abgedeckt („Energiedächer“). Schließlich gibt es noch die Möglichkeit der Fassadenanlage, bei der die Anlage senkrecht vor die Wand montiert wird. Bei der richtigen Wahl der Montageart spielen neben der Dachausrichtung und –neigung auch oftmals optische und architektonische Gesichtspunkte eine Rolle.
Grundsätzlich ist es empfehlenswert, sich bei einer Investition in der Größenordnung einer PV-Anlage die Unterstützung von Fachleuten einzuholen. Bei der Planung, der Installation sowie der späteren Wartung und Pflege ist das Know-How eines qualifizierten Handwerkers unersetzlich. Sowohl bei der Qualität als auch beim Preis gibt es zum Teil große Unterschiede – ein Angebotsvergleich lohnt sich also! Finden Sie über Saubere-Preise.de mit wenigen Klicks passende Anbieter in Ihrer Region.
Saubere-Preise.de ist gefördert durch den Pro-Ideenfonds. Der Pro-Ideenfonds wird durch die Freie und Hansestadt Hamburg und den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung zu je 50% finanziert. |
|