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Wer sich als Privatperson für die Installation einer Photovoltaikanlage interessiert, muss sich in erster Linie mit den Kosten für deren Aufstellung, Wartung und Betrieb auseinandersetzen. Ebenso ist es wichtig, Modelle der Refinanzierung zu kennen.
Die Kosten für eine Photovoltaikanlage hängen zum allergrößten Teil von der jeweiligen Spitzenleistung [gemessen in kWpeak (kWp)] der Anlage und deren Größe ab. Hierbei können Preise zwischen ca. 5.000 und 7.000 Euro pro kWp kalkuliert werden. Diese Preisspanne umfasst in der Regel das gesamte Material, so wie auch die Planungs- und Montagekosten. Je größer eine Anlage ist und je mehr Leistung benötigt wird, desto teurer wird sie. Vor allem ist zu beachten, dass das nachträgliche Einbauen kostenintensiver ist, als wenn man bereits bei der Planung eines Neubaus die Installation einer Photovoltaikanlage mit einbezieht.
Bei der Finanzierung einer Photovoltaikanlage lohnt immer ein Gespräch mit der Bank. Dabei stellt die Fremdfinanzierung einer Photovoltaik, genau wie bei allen anderen Kreditanträgen, grundsätzlich auf die Bonität des Kreditnehmers ab. Als Sicherheit gegenüber der finanzierenden Bank kann in vielen Fällen die Anlage selbst dienen. Wenn neben dieser Sicherungsübereignung auch noch die Einspeisevergütung durch die Photovoltaikanlage an den Kreditgeber abgetreten wird, spricht auch grundsätzlich nichts gegen eine 100%ige Fremdfinanzierung. Um den Zugang zur Anlage sicherzustellen, verlangt die Bank dabei in der Regel einen Eintrag der Grunddienstbarkeit in das Grundbuch, so dass die Bank den Betrieb der Anlage selber übernehmen kann, sollte der Kreditnehmer seine Raten nicht mehr zahlen können. Zu beachten ist, dass manche Banken ausdrücklich nur Anlagen auf dem Dach des eigenen Hauses finanzieren, also keine Kredite für Anlagen auf gepachteten Dächern anbieten.
Ein Angebotsvergleich bei verschiedenen Banken zahlt sich aus!
Zahlreiche Banken bieten inzwischen Kredite für die Finanzierung von Photovoltaikanlagen an. Es lohnt sich also, die Konditionen zu vergleichen und mit mehreren Instituten zu sprechen! Bei einem Photovoltaikkredit ist vielfach die KfW-Förderbank die erste Adresse. Im Programmteil "Standard" der KfW wird die Nutzung erneuerbarer Energien zur Erzeugung von Strom durch Photovoltaikanlagen über langfristige, zinsgünstige Darlehen mit Festzinssätzen und tilgungsfreien Anlaufjahren gefördert. Der Finanzierungsanteil der KfW kann bis zu 100% der Nettoinvestitionskosten betragen, wobei die Höchstgrenze auf maximal 10 Mio. Euro beschränkt ist. Die Kreditlaufzeit kann bei höchstens 3 tilgungsfreien Anlaufjahren bis zu 20 Jahre betragen. Die Konditionen des Kredits werden durch Ihre Hausbank risikogerecht festgelegt, d.h. die Ermittlung erfolgt unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Kreditnehmers und der Werthaltigkeit der gestellten Sicherheiten.
Abschließend sei erwähnt, dass bei der KfW das sogenannte „Hausbankprinzip“ gilt, d.h. der Kredit wird bei der eigenen Hausbank beantragt, die wiederum den Kreditantrag prüft und das Darlehensrisiko trägt. Die KfW stellt nur die Refinanzierung, indem sie das Geld an die Hausbank weiterleitet, wofür die KfW eine Provision erhält. Das bedeutet für Sie: Setzten Sie sich mit den Bedingungen der KfW auseinander, sprechen Sie aber zuerst mit Ihrer Hausbank!
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